Wissen, das bewegt: Schulung mit Tiefgang und Technik
Zwei Techniker, ein Ziel - Praxis und Theorie im perfekten Zusammenspiel: WFL-Hightech-Maschinen allein reichen nicht – erst das richtige Know-how macht sie zu echten Leistungsträger*innen im Alltag. Genau hier kommt die Schulungsabteilung von WFL ins Spiel. Im Complete-Interview beleuchten wir zwei Techniker, zwei Blickwinkel, ein starkes Ziel.
Der eine bringt die Praxis direkt an die Maschine, der andere sorgt dafür, dass auch am Bildschirm alles sitzt – von der Steuerung bis zur Programmierung. Gemeinsam schaffen sie Schulungen, die nicht nur Inhalte vermitteln, sondern auch Begeisterung wecken. Mit Stefan Diesenreither und Roland Aschauer hat man ein optimales Schulungsduo, um alle Bereiche rund um die MILLTURN zu verknüpfen und zu lehren. Kund*innen spüren sofort: Hier geht es nicht um bloßes Abarbeiten von Know-how – hier geht es um Verstehen, Ausprobieren und Weiterkommen. Im Gespräch geben die beiden Experten Einblicke in ihre Arbeit, ihre Motivation und dazu, was eine gute Schulung heute wirklich ausmacht.
Allgemeine Fragen zur Schulungsabteilung:
Was zeichnet die Schulungsabteilung besonders aus?
Unsere Schulungsabteilung überzeugt durch ein hochqualifiziertes Team mit breit gefächertem Fachwissen und langjähriger Erfahrung. Jeder Schulungsleiter bringt spezifische Expertise mit, wodurch wir individuell und praxisnah auf die Bedürfnisse unserer Kund*innen eingehen können. So stellen wir sicher, dass Anwender*innen optimal auf Projekte in den Bereichen Programmierung, Bedienung, Zerspanung, Wartung und Reparatur vorbereitet sind.
Wie sieht der typische Ablauf einer Kundenschulung bei Ihnen aus?
Jede Schulung beginnt mit einer kurzen Begrüßung und einem strukturierten Kick-off-Meeting. Dabei werden der Ablauf und die Schulungsziele gemeinsam definiert. Anschließend steigen wir direkt in die Inhalte ein, um den zeitlichen Rahmen effizient zu nutzen und die gesteckten Ziele zu erreichen.
Wie stellen Sie sicher, dass Ihre Schulungen sowohl für Einsteiger*innen als auch für erfahrene Kund*innen geeignet sind?
Unsere Schulungen sind stets kundenindividuell gestaltet – angepasst an das Vorwissen, die Anforderungen und die Zielsetzungen des jeweiligen Unternehmens. Durch diese maßgeschneiderte Herangehensweise können wir sowohl Einsteiger*innen als auch erfahrene Anwender*innen gleichermaßen gezielt unterstützen.
Welche Rückmeldungen erhalten Sie typischerweise von Ihren Kund*innen?
Unsere Kund*innen schätzen besonders die praxisnahe, individuelle Gestaltung der Schulungsinhalte. Zudem sorgen das moderne Schulungszentrum, die hohe Fachkompetenz unserer Trainer*innen, die Qualität der Maschinen und die gelebte WFL-Philosophie für durchweg positives Feedback.
Wie arbeiten Sie beide als Team zusammen, um die Schulungen optimal zu gestalten?
Fachübergreifende Fragestellungen erfordern enge Zusammenarbeit. Deshalb unterstützen wir uns gegenseitig vor und nach Schulungen sowie bei der Entwicklung von Unterlagen. Durch den ständigen Austausch stellen wir sicher, dass komplexe Themen verständlich und praxisgerecht aufbereitet werden.
Welche Rolle spielt der Austausch zwischen Theorie und Praxis in Ihren Schulungen?
Ein zentraler Bestandteil jeder Schulung ist die Verbindung von theoretischem Wissen mit praktischer Anwendung. Theoretische Konzepte und Lösungsansätze werden gemeinsam mit den Teilnehmer*innen erarbeitet und direkt an den Maschinen umgesetzt. Ziel ist es, das Gelernte unmittelbar in die Praxis überführen zu können – für maximale Effizienz im Betrieb.
Gibt es regelmäßige Anpassungen oder Weiterentwicklungen Ihrer Schulungskonzepte?
Unsere Schulungskonzepte unterliegen einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess. Neue Technologien, branchenspezifische Anforderungen oder regionale Besonderheiten fließen laufend in die Weiterentwicklung ein. So bleiben unsere Angebote stets aktuell und praxisrelevant.
Welche Zukunftspläne haben Sie für die Schulungsabteilung?
Unser Ziel ist es, mit innovativen Methoden und digitalen Lernformaten den Mehrwert unserer Schulungen weiter zu steigern. Gleichzeitig möchten wir den Einstieg in die WFL-Welt noch zugänglicher gestalten – für eine nachhaltige Kompetenzentwicklung unserer Kund*innen.
Fragen an Stefan Diesenreither (Trainer Maintenance & Service)
Wie läuft die Vorbereitung und Durchführung einer Schulung ab?
Wenn wir von Kunden eine Anfrage für eine Schulung erhalten, wird zunächst ein passender Termin festgelegt. Anschließend passen wir den Schulungsinhalt individuell an die jeweilige Kundenmaschine an. Dabei werden die an der Maschine verbauten Module hervorgehoben und die Schulungsunterlagen entsprechend vorbereitet. So stellen wir sicher, dass der Kunde eine maßgeschneiderte Schulung erhält – abgestimmt auf sein Team und dessen Anforderungen.
Sobald der Kunde bei uns vor Ort ist, wird zu Beginn der Schulung evaluiert, über welche Vorkenntnisse das Team bereits verfügt. So können wir gezielt dort ansetzen, wo es Wissenslücken gibt, um einen möglichst hohen Lerneffekt zu erzielen. Bei Neukund*innen beginnen wir in der Regel mit den Grundlagen.
Mechanik:
- Allgemeine Maschinendokumentation
- Maschinengeometrie
- Mechanische Komponenten der Maschine
- Überprüfung und Einstellung einzelner Komponenten
- Energieversorgung: Hydraulik, Pneumatik usw.
Elektrik:
- Stromlaufplan
- Netzwerk-Topologie
- Steuerung: Sinumerik
- NC-Maschinendaten
- Kompensationen
- Einstellung der Werkzeugwechslersysteme
Welche Themen werden bei Schulungen besonders häufig behandelt?
Die Situation ist bei unseren Kund*innen sehr unterschiedlich – abhängig davon, ob sie bereits Maschinen von uns im Einsatz haben oder ob es sich um Neukunden handelt.
Wiederkehrende Themen sind unter anderem: Die verschiedenen Wechslersystemen, iControl, Referenzpunktverschiebungen, die Komplexität unserer Fräsmaschinen, das Abstimmen und Einrichten der Maschinenkomponenten. Gerade bei diesen Punkten ist es besonders wichtig, gemeinsam mit dem Kunden direkt an der Maschine zu arbeiten, um eine korrekte Funktion sicherzustellen.
Wie wird die passende Maschine für eine Schulung ausgewählt?
Für die Schulung wird in der Regel der Maschinentyp verwendet, den der Kunde auch besitzt. Dadurch kann direkt an der jeweiligen Maschine geschult werden – praxisnah und realitätsgetreu. So lernt der Kunde das notwendige Handling im konkreten Einsatzumfeld.
Wie wird während der Schulung mit Fragen umgegangen?
Im Laufe der Schulung ergeben sich üblicherweise immer wieder Fragen, auf die selbstverständlich eingegangen wird. Dabei erklären wir die theoretischen Hintergründe und geben gezielte Empfehlungen, wie man ein Problem bestmöglich angehen kann – Ziel ist hier, zu vermitteln, wie eine schnelle und effektive Reparatur durchgeführt werden kann.
Wie wird mit unterschiedlichen Wissensständen innerhalb einer Schulung umgegangen?
Während der Schulung wird stets darauf geachtet, dass alle Teilnehmenden auf einem einheitlichen Wissensstand sind. Sollte jemand geringere Vorkenntnisse mitbringen, wird diese Person gezielt auf das erforderliche Niveau gebracht, so dass sie die vermittelten Inhalte vollständig verstehen und nachvollziehen kann
Fragen an Roland Aschauer (Trainer der Programmierung)
Welche Software oder Steuerungssysteme stehen bei Ihren Schulungen im Fokus?
Da WFL-Maschinen ausschließlich mit Siemens-Steuerungen ausgestattet sind, steht dieser Typ selbstverständlich im Mittelpunkt unserer Schulungen. Zusätzlich behandeln wir auch andere Steuerungssysteme und ziehen gezielte Vergleiche, um unseren Kund*innen den Umstieg so einfach wie möglich zu machen.
Neben den Steuerungen nehmen auch Programmier- und Simulationssoftwares einen wichtigen Platz ein – insbesondere CrashGuard Studio, eine von WFL entwickelte Software. Mithilfe von CrashGuard Studio und des digitalen Zwillings der Kundenmaschine lassen sich theoretische Lösungsansätze direkt in der Schulung umsetzen und prüfen.
Wie vermitteln Sie komplexe Inhalte wie CNC-Programmierung oder Maschinenparameter verständlich?
CNC-Programmierung und Zerspanung sind sehr umfangreiche und anspruchsvolle Themen. Um diese fundiert zu vermitteln, ist ein gewisses Maß an Fachwissen und Erfahrung auf Kundenseite erforderlich.
Ist diese Basis vorhanden, werden die Inhalte zunächst theoretisch erläutert. Anschließend erarbeiten wir gemeinsam mit dem Kunden spezifische Programmierbeispiele für verschiedene Anwendungen. Diese Beispiele erleichtern das Verständnis und dienen häufig als Vorlage für die spätere Umsetzung komplexer Bauteile.
Nutzen Sie digitale Tools oder Simulationen zur Unterstützung?
Ja – für die Programmierung und Simulation nutzen wir CrashGuard Studio. Mit dieser Software können wir theoretisch erarbeitete Konzepte in einer eigenen Programmierumgebung umsetzen und anschließend in der Simulation prüfen.
Wie bleiben Sie selbst auf dem neuesten Stand der Technik?
Ein entscheidender Faktor ist der regelmäßige Informationsaustausch mit Kolleginnen und Kollegen. So bleiben wir über neue Produkte, Verfahren und Lösungsansätze stets auf dem Laufenden.
Dank des hervorragenden Betriebsklimas bei WFL funktioniert dieser Austausch nicht nur innerhalb einzelner Abteilungen, sondern auch abteilungsübergreifend sehr gut. Bei Neuentwicklungen testen wir vieles direkt an der Maschine, um unsere Kund*innen fundiert, praxisnah und zielgerichtet beraten zu können.
Welche Herausforderungen gibt es bei der Schulung von Kund*innen mit wenig IT-Erfahrung?
Für Kund*innen mit geringen IT-Kenntnissen ist das Programmieren moderner Maschinen besonders herausfordernd, da Programme heute am PC erstellt und geprüft werden und die Steuerungen ähnlich wie Computer funktionieren. Ein grundlegendes Verständnis für IT ist daher Voraussetzung für die erfolgreiche Programmierung. Fehlt dieses Wissen, fällt es den Teilnehmenden schwer, der Schulung zu folgen und künftige Projekte selbstständig umzusetzen.